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Polizeibericht vom 29.01.2019

Polizeibericht

29.01.2019 | Frierichshain: Tötungsdelikt im Volkspark Friedrichshain aufgeklärt

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin

Die Tötung des 34-jährigen Stefan Unterweger im Mai 2017 konnte aufgeklärt werden. Dieser war damals mit einer Vielzahl von Stichverletzungen im Volkspark Friedrichshain aufgefunden worden.
Tatverdächtig ist ein heute 34-jähriger Mann aus Cloppenburg. Dieser wurde im vergangenen Jahr durch Urteil des Landgerichts Oldenburg in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Grund hierfür war die Tötung seiner Mutter in Cloppenburg im April 2018. Er handelte dabei im Zustand der Schuldunfähigkeit. Der Tatverdächtige leidet unter einer psychischen Erkrankung einhergehend mit massiven Wahnvorstellungen.
Eine DNA-Spur am Opfer führte jetzt zur Identifizierung des Tatverdächtigen. In seiner Vernehmung räumte er die Tötung des Stefan Unterweger ein. Hierbei schilderte er auch Tatwissen. Nach jetzigem Ermittlungsstand kannten sich Opfer und Täter nicht. Diese dürften sich am Tatort zufällig begegnet sein. Die Motivation zur Tötung des Herrn Unterweger konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Es kann angenommen werden, dass auch hier die psychische Erkrankung des Tatverdächtigen eine Rolle gespielt hat.
Der Tatverdächtige hielt sich in der Vergangenheit wiederholt in Berlin auf, so auch im Jahr 2017 für mehrere Monate. Durch Straftaten ist er hier bislang nicht in Erscheinung getreten.

Polizeimeldung Nr. 1103 vom 15.Mai 2017: Opfer identifiziert – Mordkommission bittet um Mithilfe
Der Mann, der gestern früh im Volkspark Friedrichshain tödlich verletzt von Passanten aufgefunden wurde, ist identifiziert. Es handelt sich um den 34-jährigen italienischen Staatsangehörigen Stefan UNTERWEGER.
Die Obduktion des homosexuellen Opfers ergab, dass es durch mehrere Stiche in den Oberkörper tödlich verletzt wurde. Zum Tatwerkzeug sind zurzeit keine genaueren Angaben möglich.
Durch die bisher geführten Ermittlungen konnte der Tatzeitraum eingegrenzt werden. Herr Unterweger dürfte zwischen 2 und 5 Uhr am späteren Fundort, Volkspark Friedrichshain im Bereich des „kleinen Bunkerberges“, angegriffen und getötet worden sein. Ein Tatmotiv ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich.

Erstmeldung Nr. 1098 vom 14. Mai 2017: Mordkommission ermittelt wegen Verdacht eines Tötungsdeliktes
Heute früh gegen 5 Uhr fanden Spaziergänger einen schwer verletzten Mann im Volkspark Friedrichshain. Alarmierte Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr konnten dem Mann nicht mehr helfen, er verstarb. Da ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann, hat eine Mordkommission des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Die Obduktion des derzeit Unbekannten ist für heute anberaumt.


29.01.2019 | Kreuzberg: Vollstreckung von Durchsuchungsbeschlüssen nach Überfall auf Geldtransporter

bezirksübergreifend Friedrichshain-Kreuzberg/Steglitz-Zehlendorf/Tempelhof-Schönberg

In Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Geldtransporter am 19. Oktober 2018 werden seit heute früh 6 Uhr die Wohnanschriften von zwei Beschuldigten im Alter von 25 und 38 Jahren in Kreuzberg, Steglitz und Tempelhof durchsucht. Ziel ist es weitere Beweismittel in dem Verfahren aufzufinden. An dem Einsatz sind unter anderem Ermittlerinnen und Ermittler sowie Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes und Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei beteiligt.

Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin vom 3. Dezember 2018:
Funkstreifenwagen nach bewaffnetem Überfall auf Geldtransporter beschossen – Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schweren Raubes
Am Freitag haben Ermittler einen 38-jährigen Mann festgenommen, der dringend verdächtig ist, am Morgen des 19. Oktober 2018 gemeinsam mit vier weiteren Männern an dem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Mitte beteiligt gewesen zu sein. Im Rahmen einer Durchsuchung der Wohnanschrift des Beschuldigten konnten Beweismittel sichergestellt werden, die den Verdacht einer Beteiligung an dem Überfall auf den Geldtransporter erhärtet haben und dazu führten, dass ein Haftbefehl u.a. wegen versuchten Mordes und schweren Raubes gegen den Beschuldigten erwirkt werden konnte. Gegen 07.30 Uhr des Tattages war der Geldtransporter in der Schillingstraße in Berlin-Mitte zunächst von zwei PKW ausgebremst bzw. gerammt und gestoppt worden. Der Beschuldigte soll daraufhin mit vier weiteren Männern die Besatzung des Geldtransporters mit vorgehaltenen Schnellfeuerschusswaffen bedroht, die Tür des Transporters mit Spezialgerät gewalt-sam aufgebrochen und einen hohen Geldbetrag aus dem Fahrzeug entwendet haben. Ein alarmierter Funkstreifenwagen wurde aus einem der Fluchtfahrzeuge beschossen und musste die Verfolgung abbrechen. Während der Flucht haben die Täter das erbeutete Bargeld verloren bzw. im Fluchtfahrzeug liegen lassen. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen, insbesondere zu den weiteren Mittätern, dauern an.

Gemeinsame Meldung mit der Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 2223 vom 22. Oktober 2018: Überfall auf einen Geldtransporter – Hinweise zu weiterem Fahrzeug erbeten

Im Fall des schweren Raubes vom vergangenen Freitag, haben die Ermittler inzwischen Erkenntnisse, dass auch ein silberfarbener 2er BMW eine Rolle bei der Tat gespielt haben könnte.

Polizeimeldung Nr. 2214 vom 21. Oktober 2018: Überfall auf einen Geldtransporter – Neue Erkenntnisse
Die Auswertung der Spuren und Hinweise zu dem Überfall auf den Geldtransporter in Mitte, der sich am Freitag ereignet hatte, dauert nach wie vor an. Inzwischen sind die Ermittler sicher, dass die Täter keine Beute gemacht haben. Einen Teil des Geldes hatten sie noch am Tatort verloren und den anderen Teil in dem verunfallten Fluchtwagen zurückgelassen. Zudem wurde in der vergangenen Nacht das mutmaßliche zweite Fluchtfahrzeug, ein Audi, in Kreuzberg aufgefunden und wird derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Erstmeldung Nr. 2198 vom 19. Oktober 2018: Geldtransporter überfallen – Streifenwagen beschossen
In Mitte überfielen heute Morgen mehrere maskierte Personen einen Geldtransporter. Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr der Transporter gegen 7.30 Uhr die Schillingstraße in Richtung Alexanderstraße, als sich zwei Autos vor und hinter den Wagen setzten und den Fahrer zum Anhalten zwangen. Aus beiden Autos, ein Mercedes und ein Audi, stiegen mehrere dunkel gekleidete Personen aus, die abwechselnd die Insassen des Geldtransporters mit Waffen bedrohten und mit einem Werkzeug die Hecktür des Transporters aufbrachen. Aus dem Innenraum entwendeten die Räuber mehrere Geldkisten. Nach dem Verladen der Kisten flüchteten die Räuber in den beiden Fahrzeugen. Eine Streife des Polizeiabschnitts 32, die in der Nähe in einem anderen Einsatz war, nahm die Verfolgung auf und wurde in der Neuen Grünstraße aus dem Mercedes heraus beschossen. Glücklicherweise wurden die beiden Polizisten in dem Einsatzwagen nicht verletzt. Der Streifenwagen wurde im Frontbereich getroffen. Beide Tatfahrzeuge setzten anschließend die Flucht fort. Nach mehreren Verkehrsunfällen mussten die Insassen des Mercedes in der Kreuzberger Feilnerstraße ihre Flucht im Wagen beenden, ließen ihn dort zurück und flüchteten nun vermutlich zusammen im Auto ihrer Komplizen. Die Ermittlungen wurden vom Fachkommissariat des Landeskriminalamtes und der 1. Mordkommission übernommen und dauern an.